Führungsvorgang
Der Führungsvorgang ist ein kontinuierlicher Kreislauf – er endet nicht nach dem ersten Befehl, sondern läuft während des gesamten Einsatzes weiter.
Die 6 Phasen des Führungsvorgangs
1
Lagefeststellung
Erkundung der Situation: Was brennt? Sind Menschen in Gefahr? Welche Mittel sind verfügbar?
Erkundung der Situation: Was brennt? Sind Menschen in Gefahr? Welche Mittel sind verfügbar?
2
Planung
Mögliche Maßnahmen abwägen, Prioritäten setzen, Kräfte einteilen
Mögliche Maßnahmen abwägen, Prioritäten setzen, Kräfte einteilen
3
Entschluss
Entscheidung für eine Vorgehensweise treffen – klar und eindeutig
Entscheidung für eine Vorgehensweise treffen – klar und eindeutig
4
Befehl
Entschluss als Befehl weitergeben – klar, kurz, vollständig
Entschluss als Befehl weitergeben – klar, kurz, vollständig
5
Durchführung
Einsatzkräfte führen den Befehl aus – Führungskraft überwacht
Einsatzkräfte führen den Befehl aus – Führungskraft überwacht
6
Kontrolle
Wird der Auftrag erfüllt? Lage neu bewerten → zurück zu Schritt 1
Wird der Auftrag erfüllt? Lage neu bewerten → zurück zu Schritt 1
Der Führungsvorgang ist kein starres Schema – bei dynamischen Lagen müssen Schritte übersprungen oder wiederholt werden. Handeln geht vor Perfektion!
Zeit und Entscheidungsdruck
- Im Einsatz ist Zeit der kritischste Faktor
- Ein unvollkommener Entschluss jetzt ist besser als ein perfekter Entschluss zu spät
- Führungskräfte müssen auch mit unvollständigen Informationen entscheiden können
- Je mehr Erfahrung, desto schneller durchläuft man den Führungsvorgang
Grundsatz: „Schnell – klar – konsequent"
Führen mit Auftrag vs. Führen mit Befehl
| Führen mit Auftrag | Führen mit Befehl |
|---|---|
| Ziel wird vorgegeben, Weg ist frei | Genaue Ausführung wird befohlen |
| Eigeninitiative erwünscht | Strikte Ausführung erforderlich |
| Für erfahrene Kräfte / unübersichtliche Lage | Für klare, standardisierte Abläufe |
| Flexibel, anpassungsfähig | Einheitlich, vorhersehbar |
In der Praxis wird beides kombiniert: Auftrag mit klaren Rahmenbedingungen.