FwDV 500 – Einheiten im ABC-Einsatz

Schnellreferenz CBRN / Gefahrgut

Dekontamination

Dekontamination (Dekon) ist die Entfernung von gefährlichen Stoffen von Personen, Geräten und Fahrzeugen. Ziel: Gefährdung beseitigen und Verschleppung verhindern.
Dekon-Platz Personen (Dekon P)

Der Dekon-Platz liegt an der Grenze zwischen Gefahren- und Absperrbereich – im Windschatten zur Schadenstelle.

1
Grob-Dekon – Äußerliche Kontamination entfernen (Abspritzen, Abwischen)
2
Schutzanzug ausziehen – unterstützt durch Helfer mit Schutzausrüstung
3
Fein-Dekon – Waschen mit Wasser und ggf. Seife, Kleidung wechseln
4
Medizinische Kontrolle – Übergabe an Rettungsdienst zur Untersuchung
5
Dokumentation – Alle Betroffenen erfassen
Dekon-Wasser ist kontaminiert – muss aufgefangen und fachgerecht entsorgt werden!
Dekon-Platz Fahrzeuge/Geräte (Dekon G)
  • Fahrzeuge und Geräte werden am Dekon-Platz gereinigt
  • Grob-Dekon: Abspritzen mit Wasser
  • Fein-Dekon: Reinigung mit geeigneten Mitteln
  • Kontaminierte Geräte kennzeichnen und separat lagern
  • Erst nach Freigabe durch Fachkundigen wieder in Dienst stellen
Sofortmaßnahmen bei Kontamination
1
Gefahrenbereich sofort verlassen
2
Kontaminierte Kleidung entfernen (Kontamination kann bis zu 80% reduziert werden!)
3
Haut mit viel Wasser spülen (mind. 10–15 Min.)
4
Augen mit Wasser spülen bei Augenkontakt
5
Rettungsdienst / Notarzt hinzuziehen
6
Betroffene Person isolieren bis zur Freigabe
Kleidung ausziehen ist die schnellste und effektivste Sofort-Dekon-Maßnahme!
Dekon bei radioaktiver Kontamination
  • Strahlenschutzbehörde und Spezialisten hinzuziehen
  • Dosimeter-Werte dokumentieren
  • Kleidung ausziehen und in verschlossenem Behälter lagern
  • Haut gründlich mit Wasser und Seife waschen
  • Freimessung durch Strahlenschutzbeauftragten vor Verlassen des Dekon-Bereichs
Radioaktive Kontamination ist nicht spürbar – Messgeräte sind zwingend erforderlich!